«

Feb 21

Fördermöglichkeiten für Immobilien

Wenn Sie Haus kaufen, dann bedeutet dies für die meisten eine hohe finanzielle Belastung auf Jahre hinaus. Neben den Kosten für den Erwerb kommen Makler- und Notargebühren hinzu, es entstehen Renovierungskosten und auch der Staat verlangt eine Grunderwerbssteuer. Geld fließt also in alle möglichen Richtungen. Da stellt sich die Frage, welche Förderungsarten es gegebenenfalls gibt, um diese Lasten besser schultern zu können.Schon während des Bausparens gibt es mehrere Möglichkeiten, eine staatliche Unterstützung zu erhalten. Etwa im Wege der Arbeitnehmer-Sparzulage oder der Wohnungsbauprämie. Die Einkommensgrenzen für eine Anspruchsberechtigung liegen bei der Arbeitnehmerpsarzulage bei 17.900 Euro für Alleinstehende und 35.800 Euro für Verheiratete. Für die Wohnungsbauprämie dürfen Sie als Alleinstehender maximal 25.600 Euro verdienen. Sind Sie verheiratet liegt die Grenze bei 51.200 Euro. Die jeweiligen Höchstbeträge liegen bei der Arbeitnehmersparzulage bei 470 Euro bzw. 940 Euro für Verheiratete und bei der Wohnungsbauprämie bei 512 bzw. 1.024 Euro.

Nach dem Eigenheimrentengesetz von 2008 besteht außerdem die Möglichkeit der sogenannten Riesterförderung. Diese gilt für selbstgenutzte Wohnimmobilien in Deutschland. Die Riester-Zulagen werden dann als Unterstützung zum Kauf von Wohnimmobilien oder als Beitrag zur Abtragung von Schulden auf diese bezahlt. Die eigenen Einzahlungen können zudem steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die geförderte Immobilie muss dabei der Hauptwohnsitz sein und den Lebensmittelpunkt des Geförderten darstellen.

Nach dem Kauf einer Immobilie können Sie Gefahr laufen, die monatlichen Raten nicht mehr aufbringen zu können. Dann besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, Lastenzuschüsse zu beantragen. Antragsformulare erhalten Sie beim Wohngeldamt Ihrer Gemeinde.

Besonders zinsgünstige Darlehen bietet oft die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Deren Förderprogramme unterstützen neben dem Erwerb auch die Sanierung oder Modernisierung von Wohnhäusern. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Nutzung regenerativer Energien gelegt. Wenn Sie planen, eine Photovoltaik- oder Kollektoranlage in Ihr Haus einzubauen, dann informieren Sie sich über die speziellen Förderprogramme der KfW gerade in diesem Bereich.

Weiterhin sollten Sie Informationen über spezielle Förderprogramme in Ihrem jeweiligen Bundesland einholen. Ein Beispiel wäre das bayerische Zinsverbilligungsprogramm zur Förderung von Eigenwohnraum. Aufgrund dieses Programms werden befristet zinsverbilligte Kredite zum Erwerb von Wohneigentum vergeben. Hier lohnt auch in Ihrem Bundesland die genaue Recherche und Rückfrage bei Ihrer Bank, um alle Möglichkeiten optimal auszuschöpfen.

Bild: Günter-Menzl – Fotolia.com

Zufällige Beiträge